Angst & Panik
Was man zu verstehen gelernt hat, fürchtet man nicht mehr.
"Marie Curie"
Gleich vorweg... Angst ist natürlich, normal und wichtig. Evolutionär gewachsen, reagieren wir auf Bedrohungen mit Angst, nur dass wir heute nicht mehr vor dem Säbelzahntiger weglaufen, sondern vor z.B. negativen Erfahrungen unseres Lebens.
Ängste können unterschiedliche Ursachen haben, wie Biologie, Genetik, Modelllernen, Traumata, Konditionierung...
Zudem halten wir Ängste aufrecht mit Vermeidungsverhalten. Indem wir z.B. es vermeiden, eine Rede oder einen Vortrag zu halten, da wir Angst haben, uns zu blamieren.
Aber ab wann wird Angst zu einem Problem?
Nun sobald es das Leben in einer negativen Form beeinflusst, die Beschwerden dauerhaft sind und wir Dinge anfangen zu vermeiden oder unter der Angst leiden.
Die gute Nachricht ist, Ängste lassen sich sehr gut behandeln! Man muss sich nicht damit abfinden und leiden.
Wie kann sich Angst äussern?
z.B. über Symptome wie
- zittern
- schwitzen
- Herzrasen
- Kloß im Hals
- Schwindel
- Angst zu sterben
- Angst die Kontrolle zu verlieren oder verrückt zu werden
- das Gefühl man selbst oder die Umwelt seien unwirklich
- Hitzewallungen, Kälteschauer
...
Was für Angststörungen gibt es?
Prinzipiell werden Angststörungen in zwei Kategorien eingeteilt.
1, Kategorie - Phobien
hierbei handelt es sich um Ängste die auf eine konkrete Situation bezogen sind.
Man unterscheidet zwischen:
Agoraphobie
damit ist die Angst vor öffentlichen Plätzen gemeint. Davor alleine zu reisen, vor Menschenmengen und generell der Entfernung von zu Hause. Am liebsten würde man das Haus gar nicht mehr verlassen, denn da draußen wartet nur wieder eine Panikattacke auf einen. Agoraphobie kann mit und ohne Panikattacken auftreten.
Schon bei dem Gedanken an den überfüllten Bus fängst du an zu schwitzen, es wird dir heiß und kalt, dein Herz klopft, das Atmen fällt dir schwer... und die Panik steigt.
Also bleibst du lieber zu Hause und vermeidest es Bus zu fahren, obwohl dir durchaus bewusst ist, dass diese Angst unbegründet und unangebracht ist. Vor allem schränkt sie dich ein.
Sozialphobie
damit ist die Angst vor Bewertung, Kritik und Beobachtung gemeint. Es ist die häufigste Form von Phobie. Sie betrifft Situationen wie z.B. mit anderen essen zu gehen oder einen Vortrag halten zu müssen, sich mit Arbeitskollegen oder Freunden zu einem Essen zu treffen oder an einem fremden Ort auf die Toilette gehen zu müssen. Schon bei dem Gedanken an den bevorstehenden Vortrag wird dir übel. Beim letzten Mal haben deine Hände gezittert, dir ist die Röte ins Gesicht geschossen und du hast angefangen zu schwitzen. Deine Befürchtungen drehten sich darum, dass das sicherlich jedem der Anwesenden aufgefallen ist...und die Panik steigt.
Also vermeidest du es, einen Vortrag zu halten auch wenn es deiner Karriere helfen würde. Du ziehst dich lieber in deine 4 Wände zurück, als mit anderen etwas essen oder trinken zu gehen, weil du dich ja bekleckern könntest, auch wenn du tief in dir drin weißt, dass diese Angst nicht zu dir gehört und unnötig ist. An sich wünschst du dir nur wieder am sozialen Leben teilzuhaben.
Spezifische Phobien
Damit ist die Angst vor bestimmten Objekten oder Situationen gemeint. In diesem Bereich gibt es zahlreiche Beispiele, wie Angst vor: Spinnen, Hunden, Höhen, Flugzeugen, dem Fliegen, dem Autofahren, Krankheiten, Enge, Spritzen, Blut, Prüfungsangst, etc....
Schon alleine bei dem Gedanken an z.B. einen Hund bekommst du kalten Schweiß, nasse Hände, deine Atmung wird hektisch und dir wird Angst und Bange.
Also vermeidest du jeglichen Kontakt zu Hunden. Aber nun hat deine Traumfrau einen Hund...was nun?!
2,Kategorie - andere Angststörungen
Hierbei handelt es sich um Ängste die ohne konkreten Auslöser auftreten.
Man unterscheidet zwischen:
Panikattacken
Damit sind kurze Anfälle von Angst gemeint die plötzlich und ohne Auslöser auftreten. Du hast z.B. das Gefühl die Kontrolle zu verlieren, zu sterben, verrückt zu werden, die Umwelt oder man selbst kommt einem völlig fremd vor und körperlich äussert es sich in z.B. starkem Zittern, Schwitzen und Herzrasen. Es kann eine "Angst vor der Angst", die sogenannte Erwartungsangst entstehen. Attacken werden in mittel (4x/Monat) und schwer (4x/Woche) kategorisiert. Panikattacken sind nicht auf die leichte Schulter zu nehmen denn sie können einen Menschen brechen.
Also werden sukzessiv alle Orte oder Situationen wo schon einmal eine Attacke aufgetreten ist oder auch nur auftreten könnte vermieden was das Leben einschränkt und schwierig macht. Depressionen können eine Folgeerscheinung sein.
Generalisierte Angststörung
Damit ist eine frei flottierende Angst gemeint. Du sorgst dich z.B. um alles und jeden, empfindest eine ständige Nervosität, Zittern, Muskelverspannungen, schwitzen, Schwindel, Schlafstörungen, Herzrasen, Magenbeschwerden, bist schreckhaft, reizbar, ruhelos, etc.... Häufig äußern Betroffene die Sorge um Angehörige oder sich selbst, dass sie bald einen Unfall oder eine Erkrankung erleiden.
Angst & Panik können einen lähmen und das Leben erschweren. Sie sind ein sich selbst verstärkender Mechanismus. Man nennt diesen auch den Teufelskreis der Angst. Du stehst z.B. vor einer Prüfung und deine Gedanken sind: "Das schaffe ich nie". Angst stellt sich ein und du reagierst mit Flucht oder Vermeidung. Die körperliche Reaktion könnte z.B. starkes Herzklopfen sein und sich in dem körperlichen Symptom "rot werden" äussern, was du wiederum wahrnimmst und deine Gedanken bestätigt, verstärkt, und der Kreislauf startet wieder von vorne...
Der Wunsch nach Veränderung und mehr Gelassenheit ist nur zu gut nachvollziehbar. Gemeinsam können wir mit unterschiedlichen Methoden daran arbeiten für dich eine Linderung deiner speziellen Angst zu schaffen. Hierzu gibt es einige Methoden.
Veränderung braucht keinen Masterplan, sondern nur den Mut anzufangen.
Ich freue mich darauf Sie in diesem Prozess zu begleiten. Vereinbaren Sie jetzt online ein kostenloses Erstgespräch.
Wenn Sie bereit sind den ersten Schritt zu gehen, bin ich da.
