Verhaltenstherapie KVT

Die Kunst ist nicht unbewusstes Verhalten, sie ist bewusstes fühlen.

"D.H.Lawrence"

Interessant zu wissen ist, dass die Verhaltenstherapie ein Überbegriff ist und sich schon seit ein paar Jahrzehnten stetig weiterentwickelt. Aktuell spricht man von 3 Wellen

1. Welle: der Behaviorismus

2. Welle: die kognitive Verhaltenstherapie

3. Welle: die achtsamkeitsbasierten Verfahren

Kurz erklärt heißt das, dass zu Beginn, also Anfang der 1900er Jahre davon ausgegangen wurde, dass es einen Reiz gibt und darauf folgt eine Reaktion. => Behaviorismus. Der Mensch selbst war eine Blackbox. Emotionen, Gedanken etc. wurden nicht mit einbezogen. Hier finden wir die Vertreter I. Pawlow, B.F. Skinner oder J. Wolpe. Von ihnen stammen die klassische Konditionierung  und die operante Konditionierung.

 

Dann kam die Erkenntnis hinzu, dass wir zuerst eine Situation haben, die wir bewerten z.B. mit dysfunktionalen Gedanken und daraufhin mit aversiven Emotionen reagieren. => KVT. Nicht das Ereignis selbst beeinflusst deine Emotionen, sondern die Gedanken und Bewertungen, die du dazu hast. Sind diese Gedanken abwertend oder unrealistisch, können sie Stress, Depressionen, etc. anfeuern. Vertreter hier sind z.B. A. Beck (Depressionstherapie) oder A. Ellis mit der Rational-Emotive Therapie. 

 

Am aktuellsten ist die Einsicht, dass auch Emotionen & Körper eine Rolle spielen => Achtsamkeit. Es geht um die Balance zwischen Akzeptieren und Verändern. Hier hat sich z.B. die Acceptance and Commitment Therapy entwickelt oder die Dialektisch-Behaviorale Therapie nach M. Linehan. Neueste Ausrichtung ist die Schematherapie, die tiefenpsychologische Ansätze inkludiert. 

 

Diese jahrzehntelange Weiterentwicklung in der VHT ermöglicht uns den Zugriff auf ein breites Arsenal an Methoden und Tools, die wir für die jeweiligen Beschwerden anwenden können.

Die kognitive Verhaltenstherapie ist eines der wissenschaftlich am besten untersuchten Therapieverfahren. Sie geht also davon aus, dass Gedanken, Gefühle und Verhalten eng miteinander verknüpft sind. Belastende Denkmuster beeinflussen, wie wir uns fühlen und handeln. Gemeinsam identifizieren wir diese Muster, hinterfragen sie und entwickeln neue, hilfreichere Denk- und Verhaltensweisen.

Im Gegensatz zu tiefenpsychologischen Verfahren setzt die KVT stärker im Hier und Jetzt an - mit konkreten, alltagstauglichen Strategien statt langer Vergangenheitsanalyse. Ziel ist es, dass du neue Handlungsspielräume gewinnst und deine Themen aktiv verändern kannst.

 

Mein therapeutischer Ansatz in der Verhaltenstherapie ist:

  • handlungsorientiert (aktive Rolle des Klienten)
  • problemorientiert (was sind die aufrechterhaltenden Bedingungen)
  • zielorientiert (woran erkennt man, dass eine Besserung eintritt)
  • absolute Transparenz in Hinblick auf die Verfahren
  • Hilfe zur Selbsthilfe erlernen

Gemeinsam finden wir heraus, was deine Glaubenssätze und Denkmuster sind. Wo sie herkommen und wie sie aufrechterhalten werden. Du lernst diese bewusst wahrzunehmen und kritisch zu hinterfragen. Ich zeige dir, wie du dann weiter hilfreiche, realistischere und gesündere Denkweisen entwickelst. Diese werden von dir zu Hause geübt und erprobt. All das gibt dir mehr Gelassenheit und emotionalen Spielraum, damit du realistisch, klar und selbstmitfühlender über dich denken kannst.

Methoden der Verhaltenstherapie

Klassisches Konditionieren

z.B. bei Phobien, Ängsten,Zwang, Sucht & Panik

Die Verfahren des klassichen Konditionierens sind zum Beispiel zum einen die Exposition mit Reizverhinderung oder Systematische Desensibilisierung,... In diesen Verfahren nehmen wir uns z.B. konkreten Ängste wie die Angst vor Spinnen vor und arbeiten uns entweder graduiert, sprich Schrittweise an die Spinne heran. Oder massiert, was heisst unmittelbar in höchster Intensität indem wir die Spinne gleich auf die Hand setzen. Wir lernen, dass die Angst uns nicht umbringt und auszuhalten bis sie über einen kurzen Zeitraum weicht.

Operantes Konditionieren

z.B. bei Phobien, Ängsten,Zwang, Sucht & Panik, Schlaf, Sex, Essen

Token (Lernen und bekräftigen des neuen gewünschten Verhaltens durch zeitlich versetzte Belohnung), Modelllernen (wie der kleine Junge der von Papa lernt, dass ein Mann nicht weint), Verhaltensanalyse nach dem SORCK Modell, Biofeedback (sichtbar machen physiologischer Prozesse z.B. Smartwatch), Selbstkontrolle (mit z.B. dem Gedankenstop ein höheres Ausmaß an Selbstkontrolle über die eigenen Gedanken erhalten)

Kognitive Verhaltenstherapie

z.B. bei Depressionen, Burnout, Dysfunktionalen Gedanken, Selbstwert 

Hierfür arbeiten wir mit Beck, Ellis, Meischenbaum und Bandura. Sie alle haben verschiedene Techniken kreiert mit denen wir dysfunktionale Gedanken, Glaubenssätze und Denkmuster aufdecken, analysieren und umstrukturieren. Du erlernst diese Techniken als Hilfe zur Selbsthilfe.

Achtsamkeitsbasierte Methoden

z.B. Essen, Tools für Ängste
 

Bei Achtsamskeitsbasierten Methoden handelt es sich wie der Name schon sagt um Achtsamkeit gegenüber sich selbst zu erlernen. Genuss, Körperempfindungen, Akzeptant zu Veränderung, Yoga, Meditation, Entspannungsübungen, Erste Hilfe Koffer etc.... 


Veränderung braucht keinen Masterplan, sondern nur den Mut anzufangen.

Ich freue mich darauf Sie in diesem Prozess zu begleiten. Vereinbaren Sie jetzt online ein kostenloses Erstgespräch. 

Wenn Sie bereit sind den ersten Schritt zu gehen, bin ich da.

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